Dämonie und Dreck und Dylan

Frank Castorf inszenierte am Residenztheater München »Reise ans Ende der Nacht« von Louis-Ferdinand Céline

  • Von Hans-Dieter Schütt
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.

Dieser ungebärdige, rücksichtslose Tritt 
auf die Weltzustände ...

 Diese schmutzende und eruptive, blutende und kotzende Sprache ...

Das Erhabene prangt, wo es hingehört: ganz oben. Über der Bühne. »Liberté Egalité Fraternité«! Große Lettern, eingefasst in ein leicht geschwungenes Eisenband zwischen zwei hoch aufragenden Pfosten. Solch ein Eisenband krönte einst auch ein anderes Tor, nur hieß der Spruch: »Arbeit macht frei!«

Frank Castorf verhält sich unverklemmt zum Wesen von Assoziationen: Sie sind gesinnungslos. Er wirft gern alles in eins, bis alles derart falsch scheint, dass Wahrheit nicht mehr zu vertuschen ist. Aufklärung und Auschwitz? Liberté und Lager? Befreiung und Barbarei? Nein. Ja. In jeder Geburtsstunde beginnt auch die Keimzeit des Krebses. Aufklärung und Gegenaufklärung sind Verkuppelte. Und Selektion, das war Hitlers Beitrag für ein Wörterbuch der Zukunft. Zukunft ist bereits: Sie heißt Globalisierung, kommt bald schon in ihre besten Jahre, der Krebs wächst also mit, er steckt just in dem, was doch das Gute an der Globalisierung ist: in d...

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