Werbung

Honeckers Enkel kehrt zurück

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Erich Honeckers Enkel Roberto Yañez eröffnet am 12. November seine erste Deutschland-Ausstellung in Berlin. Der deutsch-chilenische Maler, Lyriker und Musiker ist dafür nach Angaben des Senders MDR das erste Mal seit 1990 wieder in seine frühere Heimatstadt zurückgekehrt. Yañez werde bei der Ausstellungseröffnung auch aus seinem Gedichtband »Frühlingsregen« lesen, teilte die Galerie Kornfeld mit. Das Buch erscheint im November in Deutschland.

Yañez großformatige Ölgemälde mit Titeln wie »Der schwarze Troll« zeigen surreale Bildwelten, die er mit kubistischen Elementen verknüpft. Darunter sind auch albtraumhafte Motive. In seinen Gedichten beschreibt er ein Erwachen, aber ebenso ein Gespenst, einen Engel und Satan, die ihn in ihren Bann ziehen. Das Buch enthält überdies farbenfrohe Bilder des Autors. In Chile sind bereits mehrere Gedichtbände von ihm erschienen.

Yañez, Jahrgang 1974, ist der Sohn von Erich Honeckers Tochter Sonja. Sie hatte in der DDR den Exil-Chilenen Leo Yañez Betancourt geheiratet. Wenige Monate nach dem Mauerfall zog die Familie 1990 in dessen Heimat. Die Ehe wurde später geschieden. 1992 kam Sonjas Mutter Margot Honecker nach. 1993 reiste auch Erich Honecker nach Chile aus. Das deutsche Gerichtsverfahren gegen ihn war wegen seiner schweren Krebserkrankung nicht fortgesetzt worden. 1994 starb er.

In einem langen Interview mit der Wochenzeitung »Die Zeit« hat Roberto Yañez 2011 beschrieben, wie er als Jugendlicher die Umbrüche erlebte. Er berichtete offen von Albträumen, Zusammenbrüchen, Depressionen und jahrelangen Therapien. Erst die Kunst und insbesondere der Surrealismus hätten ihn gerettet.

Die Berliner Ausstellung ist bis zum 15. Februar 2014 zusehen. dpa/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen