»In 95 Prozent durchgesetzt«

Senatorin Sandra Scheeres (SPD) über Lehrerstreik, Inklusion und ihre eigene Zwischenbilanz

In Düsseldorf absolvierte Sandra Scheeres eine Ausbildung zur Erzieherin und studierte Pädagogik. 2006 zog sie mit einem Direktmandat für die SPD ins Abgeordnetenhaus ein, dort war sie zunächst jugend- und familienpolitische Sprecherin ihrer Fraktion. 2011 wurde Scheeres zur Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft ernannt - für viele eine überraschende Wahl. Mit der Senatorin sprachen Malene Gürgen und Ben Mendelson.

Sandra Scheeres

nd: Seit Monaten streiken in Berlin hunderte angestellte Lehrkräfte, weil sie deutlich weniger verdienen als ihre verbeamteten Kollegen. Können Sie die Wut der Streikenden nachempfinden?
Scheeres: Wir haben in den letzten Jahren sehr viel getan, um die Bedingungen der Lehrer zu verbessern, gerade was ihr Gehalt angeht. In Berlin werden junge Lehrkräfte mittlerweile direkt in die Erfahrungsstufe 5 eingruppiert, bei anderen Angestellten im Öffentlichen Dienst dauert das zehn Jahre. Dadurch verdienen sie mit rd. 4.600 € an Oberschulen in den ersten Jahren auch mehr als ihre verbeamteten Kollegen. Ich habe mich dafür eingesetzt, dass ihnen diese Erfahrungsstufe nicht weggenommen werden kann.

Dennoch gibt es in Berlin Gehaltsunterschiede zwischen Aushilfslehrern, Angestellten, Verbeamteten und Beamten, die aus anderen Bundesländern kommen. Empfinden Sie diese Unterschiede als ungerecht?
Ich könnte jetzt provokant fragen: Wie is...


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