Nicht nur für Wissenschaftler

Die Zahl der Studenten in Deutschland steigt in Rekordhöhen. Manche Politiker warnen vor einer Akademikerschwemme. Zu Recht?

  • Von Ralf Hutter
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Seit wenigen Wochen läuft an deutschen Hochschulen die Vorlesungszeit. Wie viele Menschen soeben ein Studium aufgenommen haben, kann das Bundesbildungsministerium frühestens Ende November sagen, wie es auf nd-Anfrage mitteilt. Klar ist: Die Zahlen steigen. 2012 nahmen im Frühjahr und Herbst laut statistischem Bundesamt fast 500 000 Menschen ein Studium auf. Im Wintersemester 2012/2013 wurden knapp 2,5 Millionen Immatrikulierte gezählt.

Sich gegen den Trend zu mehr Studierenden zu positionieren ist in Deutschland heikel, um nicht zu sagen ein politisches Tabu. Niemand, der ein hohes öffentliches Amt bekleiden will, wird derartiges tun. Es musste deshalb jemand sein, der sein Ansehen aus einer anderen gesellschaftlichen Sphäre bezieht. Überraschend war es dennoch, dass der Münchener Philosophie-Professor Julian Nida-Rümelin sich in einem von der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung« (FAZ) Anfang September veröffentlichten Interview ...


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