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Privatbetreuung fasst im Osten nur schwer Fuß

Wohlfahrtsverband warnt vor Rückzug des Staates Kinder

  • Von Kommentar Seite
  • Lesedauer: 2 Min.

Wiesbaden (ADN/ND). Der Paritätische Wohlfahrtsverband hat vor einem Rück zug der Ost-Länder aus der Kinderbetreuung gewarnt. Eine Kürzung des Angebots bedeute einen «dramatischen Einschnitt» in festgefügte Traditionen, sagte die zuständige Mitarbeiterin Mechthild Weßels gegenüber ADN.

Alternativen zur öffentlichen Förderung entwickelten sich dagegen nur langsam. Während im Westen eine Vielzahl freier Träger den verschiedenen Weltanschauungen der Eltern gerecht zu werden ver suche, dominiere im Osten noch immer die Kinderbetreuung durch die öffentliche Hand. Der Wohlfahrtsverband vertrete im Westen zwischen 45 (Rheinland-Pfalz) und 325 (Nordrhein-Westfalen) unter schiedliche Träger. Im Osten liegt die Zahl der Träger zwischen 11 in Brandenburg und 41 in Mecklenburg-Vorpommern. Einzig in Sachsen sei sie mit 107 verhältnismäßig hoch. Betrachtet man die Zahl der Betreuungsplätze der Träger, kehrt sich Weßels zufolge das Verhältnis von Ost und West um. In den neuen Ländern bietet der Wohlfahrtsverband zwischen 5300 Plätzen in Brandenburg und mehr als 22 000 in Sachsen. Im Westen reicht die Zahl der betreuten Kinder von rund 1300 in Rheinland-Pfalz bis zu knapp 8000 in Bayern und Baden-Württemberg. Eine Ausnahme ist Nordrhein-Westfalen mit 35 000 Plätzen. Darin widerspiegele sich der traditionell hohe Versorgungsgrad der neuen Länder in der Kinderbetreuung. Im Osten besuchten über 96 Prozent der Heranwachsenden einen Kinder garten. Im Westen sind es nur 73 Prozent.

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