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Megawati sucht nach Lösung auf den Molukken

Indonesien Vizepräsidentin soll Ende der Gewaltwelle erreichen

Jakarta (Reuters/dpa/ND). Nach blutigen Unruhen auf der ostindonesischen Insel Haruku ist Vizepräsidentin Megawati Sukarnoputri am Montag auf die Moluk keninsel geflogen. Am Sonntag hatten dort Angehörige der moslemischen Bevölkerungsgruppe Christen auf dem Weg zum Gottesdienst angegriffen und nach offiziellen Angaben 25 von ihnen getötet.

Seit Anfang des vergangenen Jahres sind auf den Molukken nach Angaben des Militärs mehr als 1500 Menschen bei Unruhen zwischen Christen und Moslems ums Leben gekommen. Menschenrechtsgruppen sprechen gar von mehreren tausend Toten. Präsident Abdurrahman Wahid hat Megawati mit der Lösung des Konflikts beauftragt, der in der vergangenen Woche auch die Touristeninsel Lombok nahe Bali erreicht hatte. Seitdem klagen Reiseveranstalter über ausbleibende Buchungen.

Die Angst vor einem weiteren Ausbreiten der Gewalt sorgte vergangene Woche für Kursverluste an der Börse in der indonesischen Hauptstadt Jakarta. Wahid sieht sich zunehmender Kritik ausgesetzt, die Unruhen auf den Molukken und in der abtrünnigen Provinz Aceh im Westen Indonesiens nicht in den Griff zu bekommen. Analysten betrachten die Lösung beider Konflikte als Grundvoraussetzung für die Stabilisierung des Landes.

Mittwoch finde eine gerichtliche Anhörung statt, teilte amnesty international am Montag in London mit. Die Organisationen wollen vor allem erreichen, dass das medizinische Gutachten über den Gesundheitszustand des 84-jährigen früheren Machthabers einer gerichtlichen Prüfung unterzogen wird.

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