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  • Politik
  • Überfall auf Krankenhaus in Thailand

Verzweifelte Karen

Bewaffnete Rebellen aus Myanmar (Bur ma) stürmten gestern ein Krankenhaus im Nachbarland Thailand offenbar sahen militante Angehörige der ethnischen Minderheit der Karen keine andere Möglichkeit, auf die Situation ihres Volkes aufmerksam zu machen.

Die Karen führen seit der Unabhängigkeitserklärung Burmas einen mehr oder minder offenen Kampf gegen die ver schiedenen Regierungen in Rangun, die ihnen die mehrfach versprochene Autonomie letztlich doch nie gewährten. Die derzeit herrschende Militärjunta bildet da keinerlei Ausnahme. Ganz im Gegenteil-sie hat die Unterdrückung der Karen und anderer ethnischer Minderheiten im Laufe der Jahre weiter verschärft. Laut Amnesty International sind Hunderttausende von ihnen von Zwangsumsiedlungsprogrammen betroffen oder werden zu Hilfsdiensten für das Militär zwangsrekrutiert. Zehtausende von ihnen flohen in die Nachbarstaaten.

Die Karen konnten sich als stärkste Kraft der bewaffneten burmanischen Opposition lange Zeit in ihren Dschungelgebieten behaupten, gerieten aber immer stärker unter Druck. Ein Teil von ihnen kapitulierte, ein anderer führt den bewaffneten Kampf gegen das Militärregime in Ranqun weiter - wobei sich die Karen in jüngster Zeit auch verstärkter Übergriffe thailändischer Generale zu erwehren haben. Die verzweifelte Aktion gegen das Krankenhaus scheint auch eine Antwort darauf zu sein.

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