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  • Politik
  • Auf den 35. Solothurner Filmtagen in der Schweiz

Spuren verdrängter Vergangenheit

  • Von Heinz Kersten
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Im Sommer 1942 kam Fred Wander bei Genf aus Frankreich über die Grenze in die Schweiz. Damals hieß er noch Fritz Rosenblatt, war einem französischen Internierungslager entflohen, weil dort die Judendeportationen begonnen und ihm Kameraden empfohlen hatten, in der Schweiz Zuflucht zu suchen. Doch die ihm als so menschenfreundlich geschilderten Schweizer zeigten ein anderes Gesicht. Die Polizei, bei der er sich gemeldet hatte, steckte ihn brutal in eine Gefängniszelle und übergab ihn wenig später, durch eine Kette an sechs andere Flüchtlinge gefesselt, der französischen Gendarmerie. Anders als seine Eltern überlebte Wander Auschwitz und Buchenwald. Doch die Bilder der dort Ermordeten wird er heute noch nicht los.

1955 kam er in die DDR, wurde hier wie seine 1977 verstorbene Frau Maxie zum Schriftsteller. Heute lebt der gebürtige Österreicher wieder in Wien, wo ihn 1993 die Schweizer Filmemacherin Irene Loebell kennenlernte. In Genfer Arc...


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