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Transrapid am Ende

Jutta Matuschek, verkehrspolitische Sprecherin der PDS-Frak tion im Abgeordnetenhaus, sprach auf der jüngsten Plenar Sitzung zum Thema Tranrapid. Sie stellte ihreRede ND als Leserbrief zur Verfügung:

Der Transrapid ist am Ende, am Ende einer langen und sehr fruchtlosen Entwicklung. Möge die wirtschaftliche Vernunft des neuen Bahnchefs Mehdorn auch in die Köpfe der Bundesregierung und der Landesregierungen, die diese Totgeburt auf Landesbürgschaften aufbahren wollen, Einzug halten. Dafür meinerseits einige Denkanstöße: Die Strecke Berlin-Hamburg ist jenseits jeder verkehrspolitischen Vernunft und finanzieller Machbarkeit. Der Transrapid ist ungeeignet, einen selbsttragenden wirtschaftlichen Aufschwung zu initiieren. Als Rettungsanker fungiert u. a. ein anderer Streckenvorschlag, z. B. vom Lehrter Bahnhof zum angestrebten Großflughafen Schönefeld.

Dazu ist folgendes zu sagen:

1. Diese Strecke wäre nur als ein weiterer Tunnel unter dem Berliner Stadtzentrum möglich, also als Untertunnelung der innerstädtischen S- und U-Bahntrassen, der Spree und des Potsdamer Platzes. Tunnellänge wäre mehr als 3 km mit den bekannten Schwierigkeiten des Berliner Baugrundes. Die optimistischen Planer gehen von einer Bauzeit des neuen Tunnels im Schildvortrieb von ca. 5 Jahren aus, was zu bezweifeln wäre. Wichtiger sind dabei die Kostenschätzungen, die 1996 ca. 500 Mio. DM nur für den Streckenabschnitt Lehrter Bahnhof bis nördliches Widerlager Yorkstraße veranschlagten.

2. \b Yorkstraße wäre eine oberirdische Streckenführung durch das Berliner Stadtgebiet bis Bahnhof Papestraße vorgesehen. Dieser Bahnhof, ein wichtiger Punkt des so genannten Pilzkonzeptes der Bahn, befindet sich gerade in der Abspeckvariante, weil alle, aber auch alle Kosten- und sonstigen Planungen der Verkehrsanlagen im Zentralen Bereich inzwischen durch die Realität eingeholt wurden und einer Neubewer tung bedürfen. Doch ich will nicht ablenken, der Transrapid

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