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NATO siegt mit »Kollateralschaden«

Begriff aus dem Jargon des Jugoslawien-Kriegs wurde »Unwort des Jahres 1999«

Frankfurt (Main) (dpa/ADN/ND). Für das Wort »Kollateralschaden«, mit dem die NATO im Jugoslawien-Krieg den Tod unbeteiligter Zivilisten im Kosovo-Krieg als Nebeneffekt heruntergespielt hat entschied sich am Dienstag in Frankfurt (Main) eine Jury von vier Sprachwissenschaftlern und zwei Journalisten. Der Begriff hieß es in der Begründung, lenke mit »imponierender Selbstverständlichkeit« von seinem schlimmen.Inhalt ab und habe die Bemühungen auf die Spitze getrieben, »das Vorgehen auf dem Balkan in ein freundliches Licht zu rücken«. Vorn lagen in diesem makabren Wettstreit auch die Begriffe »Völkerverschiebung« und »morbides Patientenmaterial«

Zum »Unwort des 20. Jahrhunderts«, so Jury-Sprecher Horst Dieter Schlosser von der Frankfurter Goethe-Universität, wurde von dem Sextett der Begriff »Menschenmaterial« erklärt, mit dem Menschen bezeichnet wurden, die als Soldaten im Ersten und Zweiten Weltkrieg »ver braucht« wurden. »Dieser Zeiten ...


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