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Neues Deutschland - 26. Januar 2000

nur sehr schwer beantwor tet werden kann.

Als Gegenleistung für das höhere Risiko und die äußerst geringe Liquidität winkt eine entsprechend hohe Renditenchance. Dem Venture-Economic Bench-mark-Bericht von 1999 zufolge erreichte das beste Viertel aller Venture- Capital-Fonds jährliche Renditen von durchschnittlich knapp über 46 Prozent.

Das ist aber nur die ausgesprochen gute Spitze. Die verbleibenden 75 Prozent schlössen mit merk lichwenigerab. Imgesamten Durchschnitt werden meist Renditen von über 20 Prozent ausgewiesen. Außerdem kann niemand die Hand dafür ins Feuer legen, dass die Renditen auf diesem Niveau bleiben.

Venture-Capital-Fonds sind daher immer nur das Sahnehäubchen eines gut geordneten Vermögens, dessen Inhaber eine große Portion Risikobereitschaft mitbringen muss. Allenfalls fünf bis zehn Prozent des gesamten verfügbaren Kapitals sollte dafür eingesetzt werden.

In letzter Zeit tauchen zunehmend Fund-of- Funds-Angebote auf. Das sind Fonds, die ausschließlich oder zum überwiegenden Teil das Geld nicht direkt in Beteiligungen an Unternehmen, sondern in andere Venture-Capital-Fonds investieren. Damit wird die Risikostreuung deutlich größer.

Außerdem werden bei Technologieunternehmen häufig die Beteiligungen gemeinsam mit der tbg, das ist eine Gesellschaft der Deutschen Ausgleichsbank, eingegangen. Die Förderbank über nimmt damit unter bestimmten Bedingungen Ausfallbürgschaften bis zu maximal 70 Prozent.

Bei der Auswahl eines Venture-Capital-Fonds sollten Anleger vor allem auf das Know-how des Anbieters achten: Hat er in der Vergangenheit ein gutes Gespür bei der Auswahl junger Firmen bewiesen? Arbeitet er mit renommierten Beratungsfirmen und Fachleuten zusammen, die ihm bei der Beurteilung der Unter nehmen zur Seite stehen? Gibt es vielleicht einen Fach-Beirat des Fonds, der Beteiligungsentscheidungen absegnen muss? Ist eine sinnvolle Streuung auf verschiedene Branchen geplant? Bestehen Obergrenzen für die Einzelengagements, damit der Fonds nicht zu stark vom Wohl und Wehe eines Unternehmens abhängt? Selbst wenn diese Fragen positiv beschieden wer den, ein bisschen Zittern bleibt immer.

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