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»Feindliche Übernahme« statt Fusion abgelehnt

Jetzt agieren zwei Wirtschaftskreise in Lichtenberg Von Hans-Jürgen Neßnau

Noch bevor Lichtenberg und Hohenschönhausenzusammengelegt werden, wollten deren Wirtschaftskreise fusionieren. Das schien durchaus sinnvoll, ging aber zunächst schief. Unabgestimmt mit dem Lichtenberger Wirtschaftskreis (LWk), beschloss der Wirtschaftskreis Hohenschönhausen (WkH), seinen Namen zu ändern. Per Satzungsänderung erklärte sich der Wirtschaftskreis Hohenschönhausen-Lichtenberg e. V. (WkHL) zum Vertreter der Wirtschaft in beiden Bezir ken. Mitglieder des LWk sprachen von einer »feindlichen Übernahme«. Nicht einmal die Hälfte von ihnen stimmte für eine derartige »Verschmelzung«.

Seit Ende 1992 besteht der LWk. »Damals ging es vor allem darum, die Mitglieder mit Infos zum neuen Wirtschaftssystem zu versorgen«, sagte LWk Vorsitzender Harald Stephan dem ND Später kam mit dem »gegenseitigen Unterstützen« ein neues Ziel hinzu. Heute wolle man, so Stephan, die »wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zum Nutzen kleiner und mittlerer Unternehmen verändern«.

Etwa 40 Mitglieder hat der LWk zurzeit. Das Hohenschönhausener Pendant 180. Eine Fusion werde nach wie vor unter stützt, meint Stephan. Sie sollte aber erst dann vollzogen werden, wenn der LWk etwa 60 bis 80 neue Mitglieder geworben hat und ein »respektabler Fusionspartner« sei. Derzeit, befürchtet er, würden die Lichtenberger Mitglieder überstimmt. Dem widerspricht WkHL Vorsitzender Hans-Joachim Blauert. Man habe Parität beim Abstimmungsmodus sowie bei der Verteilung der Vorstandssitze angeboten.

Der LWk befinde sich mittlerweile in einem Prozess der Selbstfindung und der aktiven Umsetzung eines kollektiv erar beiteten Handlungsprogramms, setzt Stephan andere Schwerpunkte. So sollen z. B. die Arbeitsgruppen »Auftragsvermittlung für LWk-Mitglieder«, »Internet für Lichtenberger Unternehmen« und »Öffentlichkeitsarbeit« gebildet werden. Fortgesetzt werden die Stammtische mit Themen wie »Lohn, Steuern und Krankenkassen« und »Zeitmanagement und Stressbewältigung«. Im Mai gibt es eine weitere Wirtschaftsbörse. Auf diesem Wege der Profilierung hofft der LWk, Ende 2000 auf etwa 140 Mitglieder anzuwachsen.

Unterdessen weitet der WkHL seine Aktivitäten auf Lichtenberg aus. Blauert: »Jedes Mitglied soll bis zum 30. Juni ein neues Unternehmen werben. Erstmals wollen wir uns mit Wirtschaftstagen für beide Bezirke präsentieren.«

Er müsse mit beiden Wirtschaftskreisen auskommen, laviert Lichtenbergs Wirtschaftsstadtrat Peter Fehrmann (CDU) zwischen den Fronten. Möglichst schnell sollte ein Übereinkommen erzielt werden. Da eine vernünftige Fusion nicht zustande gekommen sei, so Lichtenbergs Bezirksbürgermeister Dr. Wolfram Friedersdorff (PDS) gegenüber ND, könne er sich auch nach der Bezirksfusion »aus der Wirtschaftslage heraus« weiterhin zwei »Kreise« oder »Körperschaften« vorstellen.

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