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Kulturbrauerei will im Frühling glänzen

Rund um die Uhr wird hier Leben versprochen Von Anouk Meyer

Das Pflaster ist teilweise aufgerissen, Staub liegt in der kalten Luft. Neben den alten Gebäuden türmen sich Schutt- und Steinberge, überall versperren Bauzäune den Weg.

Im Frühjahr soll es auf dem Gelände der Kulturbrauerei an der Knaackstraße in Prenzlauer Berg endlich anders aussehen. Wie die Treuhand Liegenschaftsgesellschaft (TLG) und ihr größter Mieter, die Kulturbrauerei GmbH, bestätigen, sollen dann die Komplettsanierung der denk malgeschützten Gebäude und der Ausbau des Areals zum Zentrum für Handel, Dienstleistung und Kultur beendet sein. 100 Millionen Mark hat das Projekt die TLG gekostet.

1990 war das Gelände der ehemaligen Schultheiss-Brauerei, das zu DDR-Zeiten als Möbellager fungiert hatte und ansonsten dem Verfall anheim gegeben wor den war, von der Treuhand übernommen worden. Nach zwei fehlgeschlagenen Ver kaufsversuchen wurde die TLG 1995 Eigentümerin und Betreiberin der Immobilie; 1997 begann man mit dem Ausbau des 25 000 Quadratmeter großen Areals zu einem Standort für Kultur und Kunst, Gewerbe und Dienstleistungen. Seinen Namen erhielt das Gelände durch die 1991 gegründete Kulturbrauerei GmbH. 1999 wurde ein »Gestattungsvertrag« mit der TLG geschlossen, seither ist nach der Kulturbrauerei das ganze Areal benannt. Und mit 7500 Quadratmetern Nutzungsfläche ist die Kulturbrauerei GmbH der größte Mieter. Der Mietvertrag läuft bis mindestens 2011.

Wie Sabine Pentrop als Pressesprecherin der TLG betonte, sei eine vielfältige »Rund-um-die-Uhr-Nutzung« des Geländes geplant - vormittags kann man einkaufen und abends ausgehen. So sind bisher weitere Mieter ein Supermarkt, der »Soda-Club«, das Kabarett »Cartoon« und zwei Verlage. Es entsteht eine Tiefgarage, im Februar wird ein Großkino mit acht Sälen und 1800 Plätzen eröffnen, im Sommer eine Brauerei-Gaststätte mit Biergarten. Verhandlungen laufen wegen einer Markthalle und für Atelier-Arbeitsflächen sowie Büroräume. Etwa 70 Prozent aller Flächen seien vermietet, er klärte Pentrop.

Während der Rest des Areals von der TLG nach Denkmalschutz-Auflagen komplett saniert wurde, findet bei den Gebäuden der Kulturbrauerei GmbH lediglich eine Dach- und Fachsanierung statt. Diese läuft seit knapp zwei Jahren und umfasst die Sanierung aller Dächer sowie eine Er neuerung der Fassaden, Türen und Fenster sowie des Be- und Entwässerungssystems. Wie der Geschäftsführer der Kulturbrauerei, Joachim Sommer meier, erklärte, müsse auf dem Gelände ein neues Info-System installiert werden, damit die Besucher schnell den jeweiligen Veranstaltungsort finden. Unter anderem sei eine alte Berliner Litfaßsäule geplant.

Um den Innenausbau kümmert sich die Kulturbrauerei GmbH selbst. Schon Anfang der 90er hat man mit viel Eigeninititative und Mitteln aus verschiedenen Fonds, vom Land Berlin und vom Bund unbenutzte Räume in beliebte Spielstätten verwandelt. Nun hofft man auf Mittel von der Deutschen Klassenlotterie, um die Haustechnik-Infrastruktur, also Heizung und Beleuchtung, zu verbessern. »Das hier wird eines des verführerischsten Gelände Berlins. Nicht so touristisch wie die Hackeschen Höfe, und mit vielen Angeboten«, begeisterte sich der Geschäftsführer. Nachdem die Bauzeit zu Einschränkungen im Veranstaltungsbetrieb führte, hofft er jetzt auf eine »ganz neue Qualität«. Das. Grundprinzip ist die Mischung aus Alternativ- und Hophkultur. , ,

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