Werbung

Dieser Text ist Teil des nd-Archivs seit 1946.

Um die Inhalte, die in den Jahrgängen bis 2001 als gedrucktes Papier vorliegen, in eine digitalisierte Fassung zu übertragen, wurde eine automatische Text- und Layouterkennung eingesetzt. Je älter das Original, umso höher die Wahrscheinlichkeit, dass der automatische Erkennvorgang bei einzelnen Wörtern oder Absätzen auf Probleme stößt.

Es kann also vereinzelt vorkommen, dass Texte fehlerhaft sind.

Arzte wollen >offen< rationieren

| Medizin | Bundesvereinigung strebt neues Honorarsystem an

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Berlin (dpa/ND). Im Kampf gegen die Begrenzung der Arzthonorare will die Spitze der Kassenärzte den Druck auf die Politik verstärken. Dazu sollen die ärztlichen Leistungen über ein neues Honorarsystem stärker begrenzt werden als bisher. Wenn das Budget nicht erhöht werde, könnten die Ärzte rechnerisch bis zu 30 Prozent weniger Leistungen erbringen als heute, sagte der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Manfred Richter-Reichhelm, am Sonnabend bei einer KBV-Sondersitzung in Berlin. Mit der geplanten Honorarreform will die KBV die 130000 Kassenärzte und Psychotherapeuten vertritt, die bisher »stille« Rationierung in eine »offene« Rationierung umwandeln, hieß es in einem Papier. Der zeit sei eine angemessene medizinische Versorgung der Bevölkerung nur noch durch die »finanzielle Selbstausbeutung« der Ärzte möglich.

Die Krankenkassen, die der Reform zustimmen müssen, meldeten Bedenken an. Ihre Spitzenverbände appellierten an die Ärzte, das Honorarsystem »vor allem zum Wohle der Patienten weiterzuentwickeln«.

Unterdessen forderte die Bundesärztekammer (BÄK) erneut, das Arzneibudget zu kippen und durch weichere Richtgrößen zu ersetzen. »Die Arzneimittelbudgets sind patientenfeindlich, weil sie Fehlver halten in der medizinischen Behandlung erzwingen«, sagte BÄK-Präsident Jörg- Dietrich Hoppe. Nach ersten KBV-Hochrechnung haben elf der 23 Kassenärztlichen Vereinigungen die regionalen Arznei-Budgets um insgesamt 785 Millionen Mark überzogen. Davon müssten die Ärzte laut KBV theoretisch rund 477 Millionen Mark zurückzahlen. Endgültige Zahlen lägen aber frühestens im September vor, betonte die KBV.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!