Werbung

Dieser Text ist Teil des nd-Archivs seit 1946.

Um die Inhalte, die in den Jahrgängen bis 2001 als gedrucktes Papier vorliegen, in eine digitalisierte Fassung zu übertragen, wurde eine automatische Text- und Layouterkennung eingesetzt. Je älter das Original, umso höher die Wahrscheinlichkeit, dass der automatische Erkennvorgang bei einzelnen Wörtern oder Absätzen auf Probleme stößt.

Es kann also vereinzelt vorkommen, dass Texte fehlerhaft sind.

Marion Jones will auch Weitsprung-Rekord

Vier Jahres-Weltbestleistungen im Chrystal Palast Balzer Dritter, aber wieder mit Olympiahoffnung Von Martin Kloth und Ulrike John

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Beim Grand Prix in London hat Sprint-Star Marion Jones erneut ihre Extraklasse unter Beweis gestellt. Die Amerikanerin sorgte mit großartigen 10,78 Sekunden über 100 m für eine von insgesamt vier Jahresweltbestleitungen im Chrystal Palace. Die 24-jährige Jones kündigte zudem vollmundig an, dass sie fähig sei, den zwölf Jahre alten Weitsprung-Weltrekord der Russin Galina Tschistjakowa (7,52 m) zu brechen - mit Hilfe ihres Sprinttrainers Trevor Graham. «Der Weltrekord könnte in Gefahr kommen», sagte die 24-Jährige.

Als erster Hochspringer seit fünf Jahren überquerte Weltmeister Wjatscheslaw Woronin 2,40 m. Beim Versuch, seinen Weltrekord über die Meile zu verbessern, lief der Marokkaner Hicham El Guerrouj 3:45,96 Minuten und verfehlte die eigene Bestzeit um nur knapp zwei Sekunden. Im 5000-m-Rennen war Ayelech Worku aus Äthiopien in 14:41,23 Minuten so schnell wie noch keine Frau in dieser Saison. Diese Zeit wurde jedoch im belgischem Hechtel gleich wieder von der Äthioperin Gete Wami in eindrucksvoller Weise (14.30,88) unterboten.

Seine seit 1996 andauernde Siegesserie setzte Ausnahmeläufer Haile Gebrselassie (Äthiopien) fort. Der Weltmeister und Weltrekordler lief über 5000 m in 13:06,23 Minuten als Erster ins Ziel. Im Dreisprung der Männer war Weltrekordler Jonathan Edwards (Großbritannien) mit 13,34 m nicht zu schlagen, während Weltmeister Charles Friedek (Leverkusen) mit 16,72 m und Rang vier hinter den Er Wartungen zurück blieb. Eine Jahresweltbestzeit stellte in Hechtel über 10 000 m auch die Äthiopierin Berhane Ädere mit 30:51,30 Minuten auf.

Den wenigen deutschen Startern meist nur Ehrenplätze. In Hechtel wurde Olympiasieger Dieter Baumann (Leverkusen) über 1500 m zwar nur Achter, er legte aber beachtliche 3.37 18 Minuten vor. Die Magdeburgerin Ivonne Teichmann siegte über 800 m in der deutschen Jahresbestzeit von 1:59,20 Minuten Mit guten 5,80 m belegte Stabhochspringer Tim Lobinger (Köln) in London Rang zwei hinter dem höhengleichen Amerikaner Nick Hysong. Der «böse Bube» Falk Balzer hat im Olympia-Nominierungsstreit mit dem Deutschen Leichtathletik Verband (DLV) Rückendeckung bekommen sich sportlich am Wochenende aber nicht empfehlen können. Der Hürdensprinter vom TuS Jena wurde beim Grand-Prix-Meeting am Sonnabend in London in mäßigen 13,57 Sekunden nur Dritter hinter Olympiasieger Allen Johnson (USA/13,35) und dessen Landsmann Larry Wade (13,49). «Man sollte sich friedlich einigen. Mich trifft auch Schuld», sagte Balzer, der nach seinem Fehlverhalten bei den nationalen Titelkämpfen in Braunschweig vom DLV nicht dem Nationalen Olympischen Komitee (NOK) für Sydney vorgeschlagen worden ist. «Balzer gehört nach Sydney, denn er ist der Beste», verteidigte sogar Hürdenläufer Claude Edorh öffentlich seinen Konkurrenten, der ihn in Braunschweig körperlich und verbal angegriffen hatte. Auch Ex-Weltrekordler Martin Lauer stellte sich in einem Pressebeitrag hinter den 26 Jahre alten Jenenser. Lauer meint, der deutsche Meister Florian Schwarthoff (Ludwigshafen) trüge eine gehörige Mitschuld an Balzers Ausraster, «weil er ihm die Zunge rausgestreckt hat».

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!