Fabian Lambeck 11.11.2013 / Politik

Jobwunder ohne Hartz IV

Arbeitsmarktreform hatte kaum Einfluss auf Erwerbslosenzahl, sagen Wissenschaftler

Zwei Ökonomen haben berechnet, welchen Anteil Hartz IV am Rückgang der Arbeitslosigkeit hat. Und siehe da: Offenbar sind Auswirkungen der Reform auf die Erwerbslosenquote kaum nachweisbar.

Immer wenn Erklärungen gesucht werden für die gute Entwicklung am deutschen Arbeitsmarkt, dann führen viele Journalisten die Hartz-IV-Reform ins Feld. Insbesondere Autoren konservativer und wirtschaftsliberaler Blätter sind sich einig darin, dass Hartz IV die Zahl der Arbeitslosen deutlich gesenkt habe. Noch im März dieses Jahres behauptete die FAZ-Wirtschaftsredakteurin Lisa Nienhaus, »dass die Arbeitslosigkeit sinkt, wenn das Geld für Arbeitslose gekürzt wird«. Nienhaus berief sich dabei auf eine Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, die sich allerdings nur mit den Auswirkungen von Hartz I bis III beschäftigte. Die von Nienhaus gelobten Geldkürzungen für Arbeitslose waren aber Teil von Hartz IV. Ihre Behauptungen fußten demnach auf keiner belastbaren Grundlage.

Die FAZ-Redakteurin entschuldigte das mit »Datenproblemen« und schrieb, das wissenschaftliche Ausblenden des vierten Teiles der Reform sei...

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