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Warnung vor erstarkendem Antisemitismus

In vielen Städten wurde an die Pogromnacht vor 75 Jahren erinnert

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Berlin. Im Gedenken an die Novemberpogrome gegen die Juden vor 75 Jahren haben Politiker und Religionsvertreter in zahlreichen deutschen Städten zur Wachsamkeit aufgerufen. »Wer wegsieht, verharmlost oder schweigt, kann sich bereits mitschuldig an neuerlichen Verbrechen machen«, sagte die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, am Samstag in München bei einer Gedenkfeier. »Nur wer hinschaut, hinhört und niemals schweigt, kann etwas verändern. Das ist die Botschaft dieser Nacht.«

Die ehemalige Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland hatte die Novemberpogrome als Sechsjährige in München erlebt. Vom Münchner Alten Rathaus aus hatte Joseph Goebbels am Abend des 9. November 1938 NS-Schlägertrupps zu den blutigen Angriffen auf Juden aufgehetzt.

Bundespräsident Joachim Gauck hat am Samstag gemeinsam mit rund 400 Menschen in Eberswalde der Opfer der Pogromnacht 1938 gedacht. Zugleich wurde die neue Gedenkstätte »Wachsen mit Erinnerung« eingeweiht, die auf dem Fundament der alten Synagoge errichtet wurde. Auch in Saarbrücken wurde ein neuer Gedenkort für ermordete Juden eingeweiht. Das Mahnmal »Der unterbrochene Wald« steht auf dem Rabbiner-Rülf-Platz in Form von 40 bronzenen Stelen, die abgesägte Birkenstämme darstellen.

Zu einer Konferenz kamen 200 Rabbiner aus ganz Europa in Berlin zusammen. Sie wollten ein Zeichen für die Wiedergeburt des jüdischen Lebens in Deutschland setzen. Dessen ungeachtet beobachtet Stephan Kramer, Generalsekretär des Zentralrats der Juden, in Deutschland wieder einen wachsenden Antisemitismus. Zwar sei die Judenfeindlichkeit von heute nicht mit derjenigen in der Zeit der Reichspogromnacht vergleichbar, sagte Kramer dem Radiosender NDR Info: »Aber wir haben Gewalt gegen Sachen, gegen Gräber, gegen Gemeinden wie auch gegen Menschen.« Agenturen/nd

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