Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Anspruch auf Geld bei Krankheit und Urlaub

Tipp für Minijobber

Auch 450-Euro-Jobber haben gesetzlichen Anspruch auf Lohnfortzahlung bei Krankheit, an Feiertagen und im Urlaub. Danach bekam eine Minijobberin nunmehr über 1000 Euro Nachzahlung.

Sonja Jochum freut sich gerade über mehr als 1000 Euro Nachzahlung von ihrem Arbeitgeber. Das ist eine Menge Geld für die 450-Euro-Jobberin. Mit Hilfe der IG Metall hat die Reinigungskraft ihren Lohn für Krankheitstage, Feiertage und Urlaub der letzten drei Jahre geltend gemacht. Den hatte ihr die Koepfer Zahnrad- und Getriebetechnik in Furtwangen vorenthalten. »Lohnfortzahlung für Minijobber gibt es nicht«, hieß es. Zu Unrecht.

Im Frühjahr wandte sich Sonja Jochum an die IG Metall. Schon wieder hatte ihr der Arbeitgeber Geld für Krankheitstage abgezogen. So geht das nicht weiter, meinte ihr Mann, der selbst Baugewerkschafter ist, und schickte sie zur IG Metall in Villingen-Schwenningen. Dort erfuhr sie: Minijobber haben die gleichen Rechte wie alle anderen Arbeitnehmer - also auch gesetzlich volles Anrecht auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, an Feiertagen und im Urlaub.

Die Frau wurde Mitglied der IG Metall, und die Gewerkschaft nahm Kontakt zum Arbeitgeber auf. Mit Erfolg: Bei der nächsten Monatsabrechnung bekam sie ihr Krankengeld rückwirkend ausbezahlt. Doch die IG Metall bohrte weiter nach. Nun erhält Sonja Jochum auch den ihr zustehenden Lohn für Krankheitstage, Feiertage und Urlaub der letzten drei Jahre.

»Nein, Angst um meinen Job hatte ich nicht«, erklärt die Minijobberin. »Ich verlange ja nur, was mir rechtlich zusteht. Und wenn ich die Kündigung bekomme, gehe ich wieder zur IG Metall.«

Jetzt wollen auch einige andere der rund 30 Minijobber bei besagter Firma Koepfer ihr Recht einfordern.

metallzeitung 10/2013

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln