Kriminalität 2.0 - die Gefahr ist grenzenlos

BKA-Fachtagung zur Internetkriminalität: Polizei will mit eigenen Tools und V-Leuten gegen Cyberkriminelle vorgehen

  • Von René Heilig, Wiesbaden
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Internetkriminalität verursacht Kosten, die größer als jene sind, die der Handel von Kokain, Heroin und Marihuana gemeinsam erzeugen. Das BKA machte Cybercrime zum Thema seiner Herbsttagung.

Die Bedrohung sei eine »mit unvergleichbarer Dimension«. Im Laufe der zweitägigen Tagung des Bundeskriminalamtes (BKA) in Wiesbaden versuchten Experten, »Analogmenschen« die oft gar nicht so schöne digitale Welt zu erklären. Sie trieben viele Zuhörer zwischen Erstaunen und Entsetzen hin und her.

BKA-Präsident Jörg Ziercke hatte Mühe, aus der Fülle alltäglicher Cyberangriffe einige leicht vermittelbare herauszufiltern. Beispiel eins: Nach einem Hackerangriff auf zwei Banken fälschten Kriminelle Kreditkarten und sammelten in nur zwei Tagen in 23 Staaten 40 Millionen US-Dollar ein. Beispiels zwei: Per Trojaner drangen Cybergangster in die Prozessleitung sogenannter Kritischer Infrastrukturen ein. 60 Prozent der deutschen Unternehmen im Strom-, Öl-, Gas- und Wassersektor waren infiltriert. Beispiel drei: Kriminelle schlichen sich in ein deutsches Telekommunikationsunternehmen ein und hatten es in der Hand, das Internet hierzulande...


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