Gewerkschafter fordern Sozialpakt für Bretagne

Jean-Luc Feillant: Auch Deutschland muss Sozialdumping stoppen

Der Abbau von Arbeitsplätzen hat in der westfranzösischen Bretagne Massenproteste ausgelöst. Anfang November demonstrierten in Quimper bis zu 30 000 Bretonen – viele mit roten Mützen als Symbol des Widerstands gegen die Regierung in Paris. Für dieses Wochenende haben Gewerkschaften erneut zu Streiks in der bretonischen Lebensmittelindustrie aufgerufen. Jean-Luc Feillant ist bei der Gewerkschaft CFDT für die Branche in der Region verantwortlich. Im nd-Gespräch mit Robert Schmidt beklagt er Versäumnisse der Firmenchefs, rechte Mitdemonstranten und Lohndumping bei der deutschen Konkurrenz.

nd: In der Bretagne sind 3500 Stellen in der Lebensmittelindustrie in Gefahr. Was empfinden die Menschen, die es seit Monaten auf die Straße zieht?
Jean-Luc Feillant: In der Lebensmittelbranche, einer der wirtschaftlichen Säulen der Bretagne, werden die Arbeiter für eine schwierige Arbeit bei Regen und Kälte schlecht bezahlt. Viele von ihnen leiden inzwischen auch unter Muskel- und Skeletterkrankungen. Hinzu kommt, dass sie schlecht geschult worden sind. Im Laufe der Jahre haben sie ihre Fähigkeit zu lernen verloren. Aus diesem Grund werden sie es künftig schwer haben, eine Arbeit zu finden.

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