Alexander Isele und Martin Kröger 26.11.2013 / Berlin / Brandenburg

Flüchtlinge wollen weiter kämpfen

Camp am Oranienplatz in Berlin bleibt bestehen / Unterstützer verhinderten Zeltabbau

Die Flüchtlinge vom Oranienplatz in Berlin erneuern ihre politischen Forderungen. Bis zu ihrer Umsetzung soll das Camp trotz des teilweisen Umzugs in ein Weddinger Heim der Caritas bestehen bleiben.

Die Flüchtlinge vom Oranienplatz in Kreuzberg wollen ihr Protestcamp aufrechterhalten. »Es geht uns nicht um ein Wohnhaus, sondern um unsere politischen Forderungen«, erklärte Bashir Zakariyar, einer der betroffenen Flüchtlinge auf einer Pressekonferenz am Montag. Solange die Forderungen nicht erfüllt seien, so Zakariyar, würden die Proteste weitergehen. Die Flüchtlinge fordern ein Stopp aller Abschiebungen, die Schließung aller Lager, die Abschaffung der Residenzpflicht und ein Recht auf Aufenthalt und Arbeit. Um diesen Forderungen Nachdruck zu verleihen, wollen sie ihre Proteste ausweiten. So soll es im kommenden Jahr zur Europawahl einen Sternmarsch nach Brüssel geben. »Lokale Veränderungen sind uns egal, es geht uns um die Hunderttausenden Flüchtlinge in Europa«, betonte eine Campbewohnerin.

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