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Sloweniens Regierung zu neoliberaler Politik gezwungen?

Luka Mesec sieht großes Potenzial für die Linke in seinem Land

Luka Mesec ist Ökonom und leitet das Institut für Arbeitsstudien in Ljubljana. Er ist Mitbegründer der Initiative für einen demokratischen Sozialismus in Slowenien. Mit ihm sprach für »nd« Peter Nowak.

nd: Slowenien macht in der gegenwärtigen Wirtschaftskrise kaum Schlagzeilen. Ist das Land von der Krise verschont geblieben?
Mesec: Keineswegs. Allerdings gibt es einige historische Besonderheiten. In Slowenien gab es bereits Anfang der 90er Jahre große Arbeiterproteste, die dazu geführt haben, dass die wirtschaftsliberale Schocktherapie in unserem Land anders als in den meisten osteuropäischen Ländern nicht umgesetzt wurde. Slowenien wurde von Sozialdemokraten durch die Transformationsperiode geleitet. Die orientierten sich damals am rheinischen Kapitalismus und stellten Deutschland als Modell heraus.

Welche Folgen hatte das für die praktische Politik?
In Slowenien befinden sich die Bahn und die Telekommunikationsgesellschaft noch in Staatsbesitz.

Kann das Land heute davon profitieren, dass es sich der Schocktherapie verweigerte?
Nein. Die konservative Regierung, die die Sozialdemokraten ablöste, forcierte eine wi...



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