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»Kunst auf Propaganda zu reduzieren, ist falsch«

Katja Kipping über die »Eigenrationalität« der Kunst, das Theater als Ort der Irritation und die angezogene Kulturbremse

Vor zwei Wochen gründete sich der »Gesprächskreis Kultur« der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Eines seiner erklärten Vorhaben besteht darin, einen »offenen Raum der Verständigung zum Kulturverständnis der Linken zu organisieren«. Katja Kipping, Vorsitzende der Linkspartei, hielt die Rede zur Eröffnungsveranstaltung des Kreises. Thomas Blum sprach mit ihr über Kunst als Gesinnungsverstärker, Marketing und Grundsätze der künftigen Kulturpolitik der Linkspartei.

Linke Kulturpolitik hat in der Vergangenheit nicht selten die Kunst für politische Zwecke instrumentalisiert oder als eine Art Wahlhilfe betrachtet. Sozial engagierte Kunst wurde gewünscht, als eine Art Hintergrundrauschen zur eigenen Politik. Hat sich da heute etwas verändert im Umgang der Linkspartei mit Kunst, Film, Musik, Literatur?
Ich würde die in Ihrer Frage enthaltene Unterstellung so nicht bejahen. Luc Jochimsen und ihren Mitstreitern z.B. ist viel zu verdanken, auch dass ganz neue Formate entwickelt wurden, insofern hat sich einiges verändert. Generell gilt: Grundlegende gesellschaftliche Veränderung erfordert immer beides: einen kulturellen Aufbruch wie politische Veränderung. Für eine Partei wie die meinige, die eine grundlegende Gesellschaftsveränderung will, ist ein Wirken ohne Kultur und Kunst unvorstellbar.

Aber ist es nicht so, dass in der Linken Kunst oft nur als Transportmittel für Inhalt begriffen wird, a...



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