Von Siegen lernen heißt siegen lernen

Über einen fast schon demokratischen Mittelständler, der für sein Mitbestimmungsmodell ausgezeichnet wurde

  • Von Marcus Meier
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Das Autohaus Hoppmann lässt seit Jahrzehnten die Mitarbeiter gleichberechtigt über die Geschäftspolitik mitbestimmen und agiert nicht profitorientiert. Nun wurde der Mittelständler ausgezeichnet.

Die Jury sei lange skeptisch geblieben, bekennt Laudator Bernhard Pollmeyer: Sollte sie tatsächlich ein Unternehmen auszeichnen - statt dessen Betriebsrat? Schließlich galt es, einen Preis zu vergeben, der von der Weiterbildungseinrichtung »Arbeit und Leben« ausgeschrieben wird. Und die wird nicht nur vom Deutschen Gewerkschaftsbund und den Volkshochschulen Nordrhein-Westfalens getragen. Belohnt werden auch für gewöhnlich besonders kämpferische Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter.

Platz zwei im Wettbewerb »Demokratie im Betrieb« beispielsweise geht in diesem Jahr an den Betriebsrat des Möbelhauses Wohnwelt Pallen aus Würselen bei Aachen, der sich gegen einschlägig bekannte Winkeladvokaten die eigene Existenz erkämpfen musste und erkämpfte. Fünf Jahrzehnte dauerte es, »Betriebsratspaten« wie Norbert Blüm und Günter Wallraff brauchte es, übles Mobbing zu überstehen galt es, bis in dem Möbelhaus vor drei Jahren ein Mindestmaß ...


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