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Kunst aus dem Lager

Camp des Milles

Ein Gesicht aus Ziegelsteinen. Hans Bellmer hat das Porträt des Surrealisten Max Ernst im Internierungs- und Deportationslager Camp des Milles bei Aix-en-Provence gezeichnet, wo er zusammen mit Ernst und vielen anderen deutschen Künstlern in der ehemaligen Ziegelfabrik interniert war. Ihnen widmet das mittlerweile zu einer Gedenkstätte umgestaltete riesige Gebäude nun eine Ausstellung. Gezeigt werden Bilder, die in dem Lager entstanden sind. Ihre Autoren: Max Ernst, Hans Bellmer, Wols und Ferdinand Springer.

Die rund 60 Zeichnungen, Aquarelle und Gouachen sind meist figurativ. Sie stellen Porträts dar, deformierte Menschenkörper oder bizarre Wesen in einem Zirkus. Fast immer tauchen jedoch rote Ziegelsteine auf. Denn bevor »Les Milles« zu einem Internierungs- und Deportationslager wurde, war es eine riesige Ziegelei. So malen Bellmer und Ernst in »Creations, les creatures de l›imagination« eine Wand aus roten Ziegelsteinen, auf der ein Bild hängt, das zwei Frauen zeigt, die sich über zwei liegende Männerkörper beugen. Neben den bis zum 15. Dezember ausgestellten Werken werden auch zahlreiche Dokumente gezeigt.

In dem Lager »Camp des Milles« waren zwischen 1939 und 1942 mehr als 10 000 Menschen eingesperrt. dpa/nd

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