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Kernthematisch

PERSONALIE

  • Von Johanna Treblin
  • Lesedauer: 2 Min.

Wirtschaftspolitik ist nicht die Stärke der Piraten. Erst hatte sich Andreas Baum als Spitzenkandidat der Piratenpartei für die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus 2011 in die Nesseln gesetzt, weil er die Höhe der Schulden Berlins nicht kannte. Jetzt ist es der neue Bundesvorsitzende der Piratenpartei, der auf seiner ersten Pressekonferenz nach seiner Wahl eine Wirtschaftswissenslücke offenbarte. Austeritätspolitik? Was ist denn das? »Ich habe das Wort noch nie gehört. Aber es wurde mir eben gerade erklärt und jetzt kann ich etwas damit anfangen«, sagte Thorsten Wirth kurz nach seiner Wahl auf dem Bundesparteitag der Piraten am Wochenende in Bremen.

Besser kennt sich Wirth mit den Kernthemen seiner Partei aus: Der 45 Jahre alte Softwareentwickler arbeitet als Referent der Piratenfraktion in Frankfurt am Main und treibt dort unter anderem ein Projekt für ein Kommunales Datenschutzbüro voran. Wirth arbeitet außerdem zum Urheberrecht und dem Handelsabkommen ACTA.

Eine Aufwandsentschädigung erhalten die Vorstandsmitglieder der Piraten nicht, da der Partei das Geld fehlt. Daher verabschieden sich auch immer wieder Piraten aus dem Gremium mit der Begründung, die ehrenamtliche Arbeit überlaste sie. Wirth bereitet das für seine Zukunft als Vorstandsvorsitzender keine Sorgen: »Man nennt das ganze Gelassenheit. Ich bin nicht der Typ, der alles annimmt, was von außen auf ihn einstürmt.« Das lasse allein seine Rolle als Familienvater gar nicht zu: »Mit so einem kleinen eineinhalbjährigen Sohn um die Füße wird man schon sehr geerdet.«

Die Aufgabenstellung des Vorstandsvorsitzenden ist bei der Piratenpartei nicht eindeutig formuliert. Der an diesem Wochenende verabschiedete Vorsitzende Bernd Schlömer hatte vor allem Verwaltungstätigkeiten übernommen. Für Wirth ist dies zwar zwingende Aufgabe des Vorsitzenden. Er will das Amt allerdings stärker auch mit politischen Inhalten füllen und eigene Akzente setzen. Dabei will er auch auf das »kreative Potenzial der Mitglieder bauen«.

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