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Fader »Brauner Zucker«

Das Rechtsradikalen-Cabaret im Ballhaus Ost hebt nicht ab

  • Von Tom Mustroph
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Brauner Zucker, also Rohrzucker, ist manchen Ernährungsberatern zufolge gesünder als weißer. Belegt ist das nicht, aber der Glaube daran hält sich wacker. Mit diesem positiven Vorurteil geht nun die Truppe um die Regisseurin Anne Schneider in ihre theatrale Erforschung »süßer Aspekte« rechter und nationalsozialistischer Ideologien. Das ist ein ganz verdienstvolles Vorhaben, weil zumindest im veröffentlichten Raum Rechtsradikalismus entweder als tumber Kulturersatzstoff für eben so tumbe Geister gesehen oder als die allergefährlichste Bedrohung für die gegenwärtige Demokratie gebrandmarkt wird. Bei diesem hilflosen Pendeln zwischen Arroganz und Alarmismus geht eben völlig unter, welche Ingredienzien und welche - o.k., meist vermeintlichen - Problemlösungsangebote rechtsextreme Gruppen so attraktiv für manchen Heranwachsenden und manchen schon Erwachsenen machen und welche Resonanz sie erzielen.

Um das deutlich zu machen, hätte ...


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