Der Floh inmitten von Amerika

El Salvador hat wenig Fläche, ist dicht besiedelt und die Landwirtschaft hat mit vielen Problemen zu kämpfen

  • Von Michael Krämer
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Das kleinste Land Zentralamerikas wird seit 2009 von einem Präsidenten der linken FMLN regiert: Mauricio Funes. Zu seinen Erfolgen gehört die stärkere Förderung des Agrarsektors.

Als »kleinen Floh von Zentralamerika« hat Roque Dalton, der berühmteste Dichter El Salvadors, seine Heimat einmal bezeichnet. In der Tat ist El Salvador mit nur gut 21 000 Quadratkilometern das kleinste unter den Ländern Zentralamerikas - und hat mit seinen über sieben Millionen Einwohnern zugleich die höchste Bevölkerungsdichte in der Region. Fehlende Zukunftsperspektiven und eine sehr hohe Kriminalitätsrate sind wichtige Gründe für die kontinuierliche Auswanderung vor allem von jungen Menschen in andere Länder - allen voran in die USA, wo bis zu zwei Millionen gebürtige Salvadorianer leben, die allein im letzten Jahr über drei Milliarden US-Dollar an Familienmitglieder in El Salvador überwiesen haben. Diese sogenannten remesas sind die mit Abstand wichtigste Devisenquelle des Landes.

An der hohen Migration hat sich auch unter der aktuellen Regierung von Mauricio Funes nur wenig geändert. Der populäre Fernsehjournalist gewann...


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