Es war einmal: Einkaufengehen

Markus Drescher über den technischen Fortschritt

  • Von Markus Drescher
  • Lesedauer: 1 Min.

Vielleicht 40 Jahre in der Zukunft, Opa erzählt von damals: »Also früher, da hatten wir so eine Sache, die nannten wir Einkaufengehen. Da gab es Läden, mit Menschen und so. Zu denen ist man auf seinen eigenen Beinen gegangen, hat sich Dinge ausgesucht und sie bezahlt, ganze ohne Anklicken. Und - jetzt kommt es - man hat sie selber nach Hause getragen.« Ungläubige Kinderaugen.

Ist die Ankündigung des Versandhändlers Amazon, in absehbarer Zeit Waren auch per Mini-Drohne liefern zu wollen, nur ein Werbegag anlässlich eines Schnäppchentags im Internet? Kann sein. Vorerst. Denn der Entscheidungskampf zwischen internetbasierten Konzernen und den Vorortgeschäften ist in vollem Gange. Mit Hilfe des Fortschritts bei Hard- und Software und unter dem Motto »Immer schneller und bequemer für den Konsumenten« machen Amazon und Co. längst dem traditionellen Einzelhandel in bestimmten Bereichen das Leben schwer. Ende offen.

Aus heutiger Sicht kommt das Szenario unzähliger Drohnen, die durch die Luft schwirren, noch ziemlich unrealistisch daher. Aber wer hätte zur vorletzten Jahrhundertwende ernsthaft geglaubt, dass die Straßen einmal mit Abermillionen Autos, Motorrädern und Lkws verstopft sein würden. Möglich scheint es also, ausgemacht ist es nicht.

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