Ulrich Heyden, Moskau 04.12.2013 / Ausland

Nicht allen geht es um Europa

Rechtsradikale spielen beim Protest auf dem Kiewer Maidan eine eigene Rolle

Zur Protestbewegung in der Ukraine gehören neben konservativen auch nationalistische und rechtsextreme Kräfte. Ihnen geht es nicht zuerst um Europa.

»Wer nicht springt, ist Moskauer«, rufen junge Demonstranten in Kiew auf dem Platz Maidan, wenn ihnen kalt ist. Viele Demonstranten reisten aus der Westukraine an. Dort ist man traditionell gegenüber Russland sehr kritisch eingestellt. Dass die Demonstranten auf ihr Land stolz sind, zeigen sie auch mit dem stündlichen Absingen der Nationalhymne. Das Nationalgefühl ersetzt, so scheint es, die klare Vorstellung darüber, was die Protestbewegung erreichen soll. »Wir sind nicht antirussisch«, beteuern die Demonstranten.

Vitali Klitschko und andere Sprecher der Protestbewegung beteuerten nach den gewaltsamen Ausschreitungen vor der Präsidialverwaltung am Sonntag, die Mehrheit der Demonstranten sei friedlich. Die jungen Leute, die vor der Präsidialverwaltung Pflastersteine auf Polizisten warfen, seien Provokateure gewesen, erklärte Klitschko.

Die Rechtsradikalen von der Gruppe Bratstwo (Bruderschaft) und der Partei Swoboda (Fre...

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