Als Thrax am Harzhorn die Germanen schlug

Eine Ausstellung in Braunschweig informiert über einen lange unbekannten Feldzug Roms

  • Von Hubert Thielicke
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Arminius, Varus, Schlacht im Teutoburger Wald - Namen, die so mancher sicher noch aus dem Geschichtsunterricht kennt und die für einen Wendepunkt römisch-germanischer Beziehungen stehen. Die Varusschlacht im Jahre 9 n. Chr. leitete den Verzicht des Römischen Reiches auf die Einverleibung Germaniens zwischen Rhein und Elbe ein. Mitten in die Vorbereitung der Ausstellungen zum 2000-jährigen Jubiläum platzte vor fünf Jahren - wie eine Bombe - die Nachricht, dass im niedersächsischen Harzvorland ein römisch-germanisches Schlachtfeld gefunden wurde.

Die Entdeckungsgeschichte beginnt etwas verworren: Vor etwa zehn Jahren fanden Sondengänger am Harzhorn, einem kleinen Höhenzug westlich des Harzes, ein merkwürdiges Stück verrostetes Eisen, hielten es für einen mittelalterlichen Kerzenständer. Archäologen identifizierten es später als einen römischen Hufschutz für Maultiere. Aber wie kam der in die Gegend? b 2008 durchgeführte systemat...

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