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Eine Pädagogie

Schaubühne Berlin: Brechts »Die Heilige Johanna der Schlachthöfe«

  • Von Ekkehart Krippendorff
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Das programmatische Faltblatt (aber wer liest das schon vorher!) erklärt die ungewöhnliche Eröffnung des Spiels. Weder traditionelles Theater noch eines der bekannten - in diesem Falle sogar weniger bekannten - Lehrstücke werden angekündigt. Ideal dafür die intime Studiobühne der Schaubühne. Während wir uns auf unsere Plätze begeben, kommt, locker und entspannt, eine Gruppe von acht Schauspielern und Schauspielerinnen in den ebenerdigen Bühnenraum, lachend, schwatzend, in Straßenkleidung, sie winken einzelnen Zuschauern freundschaftlich zu. Eine familiäre Atmosphäre entsteht. Eine weitere Schauspielerin kommt dazu. Sie sucht für einen Brief einen gewissen Pierpont Mauler, den Fleischkönig - keiner will es sein, man spaßt, albert, dann entfaltet sich die Handlung. Wir befinden uns auf einem Schlachthof.

Brecht hat den seinerzeit - Chicago, 40er Jahre - erfolgreichen Roman von Upton Sinclair »The Jungle« über die furchtbaren Arb...


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