Mexikos Justiz kennt keine Gerechtigkeit

Indigenen-Aktivist Alberto Patishtán klärt Präsident Enrique Peña Nieto und Innenminister über die Verhältnisse auf

  • Von Andreas Knobloch
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Im mexikanischen Bundesstaat Chiapas sitzen rund 300 Gefangene aus politischen Motiven im Gefängnis. Der jüngst entlassene Indigenen-Aktivist Alberto Patishtán Gómez setzt sich für sie ein.

Alberto Patishtán Gómez weiß aus eigener Erfahrung, wovon er spricht: Bei einem Treffen mit Mexikos Präsidenten Enrique Peña Nieto und Innenminister Miguel Ángel Osorio Chong in der vergangenen Woche hat sich der Indigenen-Aktivist für die Freilassung in Chiapas einsitzender indigener Gefangener stark gemacht. Bei dem fast einstündigen Gespräch, zu dem Patishtán von seinen Söhnen begleitet wurde, ging es um die Situation in den Gefängnissen in dem südmexikanischen Bundesstaat. »Ich habe ihnen die Situation vieler indigener und nicht-indigener Gefangener verdeutlicht, deren Rechte nicht respektiert wurden, bei denen es wie in meinem Fall einige größere Mängel gab«, sagte Patishtán anschließend.

Patishtán, der in einem Prozess voller Unregelmäßigkeiten wegen Mordes an sieben Polizisten zu 60 Jahren Haft verurteilt worden war, war Ende Oktober nach 13 Jahren Gefängnis von der mexikanischen Regierung begnadigt worden. Seine Freila...

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