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Sparen, bis nichts mehr geht

Krisenländer verabschieden sich langsam aus den Rettungsprogrammen - doch die Austeritätspolitik hat Folgen

  • Von Hermannus Pfeiffer
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Am Sonntag verlässt Irland als erstes der Eurokrisenländer den Rettungsschirm. Ohne Netz und doppelten Boden will das Land schnell wieder wirtschaftlich auf die Beine kommen. Unterdessen versuchen auch die anderen Sorgenkinder, unabhängig von den EU-Rettungs᠆programmen zu werden. Dafür wird an allen Ecken und Enden gekürzt. Die den Krisenstaaten von der Troika aufgezwungenen Sparmaßnahmen zeigen zwar Wirkung, doch sie haben enorme Schattenseiten - ein Überblick.

Irlands Rettung sei ein riesiger Erfolg für die Eurozone insgesamt, jubelt der deutsche Chef des Rettungsfonds EFSF Klaus Regling. Die Strategen der EU-Regierungen und der Europäischen Kommission, der Europäischen Zentralbank sowie des Internationalen Währungsfonds - besser bekannt als »Troika« - folgen dem gleichen Leitbild wie Deutschland, einem »neuen Merkantilismus«: Reallohnverluste sollen zu mehr internationaler Wettbewerbsfähigkeit führen und über den Außenhandel einen Weg aus der Krise weisen. Ende des Jahres wird auch das Bankenrettungsprogramm für Spanien enden. Und 2014 sollen Portugal und Griechenland die Krankenstation verlassen.

Die Troika-Strategie zeigt trotz schwieriger Lage der Weltwirtschaft durchaus Erfolge. So leiht sich etwa Spanien Geld so günstig wie noch nie; Krisenländer bauten ihre Leistungsbilanzdefizite ab, indem sie mehr Waren exportierten. Durch den Sozial- und Lohnabbau sind die Stückkosten viel...


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