Kein Name an der Tür

Die Marzahnerin Beatrice M. steht kurz vor der Zwangsräumung durch die Friedenshort-Genossenschaft

  • Von Haidy Damm
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Von rund 20 Zwangsräumungen täglich in Berlin spricht das Bündnis »Zwangsräumungen verhindern«. Eine davon könnte Beatrice M. treffen. Sie soll am 15. Januar ihre Wohnung in Marzahn räumen.

Beatrice M. ist verzweifelt. Eigentlich müssten sich in ihrer Marzahner Wohnung längst Kartons stapeln. Doch sie will ihren fünf Kindern kein Weihnachtsfest auf gepackten Koffern zumuten. Zudem hat sie trotz zahlreicher Bemühungen keine neue Bleibe. Doch am 15. Januar kommenden Jahres will die Gerichtsvollzieherin einen Räumungstitel vollstrecken.

Um zu verstehen, wie es dazu kommen konnte, muss man zwei Jahre zurückgehen. Im September 2011 zieht Beatrice M. gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten und ihren fünf Kindern zwischen sieben und 17 Jahren in die Wohnung der Genossenschaft Friedenshort in Marzahn. Beide sind beim Job-Center gemeldet, das Miete und Genossenschaftsanteile für die Bedarfsgemeinschaft übernimmt. Doch es kommt zum Streit, ihr Lebensgefährte zieht im November 2011 aus. Er kündigt und teilt der Genossenschaft mit, dass seine Partnerin in der Wohnung bleiben wird. Ab Dezember zahlt das Job-Center die Miete nur n...


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