Rupert Neudeck 27.12.2013 / Literatur
Politisches Buch

Keine Frage von Liebe oder Hass

Judith Butlers Kritik am Zionismus - ein Plädoyer für Humanität

In den USA, so Judith Butler, gilt die Frage: »Sind Sie Zionist?« als identisch mit der, ob man an das Existenzrecht Israels glaube. Dagegen antwortet die US-amerikanische Philosophin ganz klar, man könne »nicht Zionist sein und zugleich für ein gerechtes Ende der kolonialen Unterdrückung kämpfen«. Sogar die sozialistischen Experimente der Kibbuz-Bewegung seien integraler Teil des Siedlerkolonialismus. Und in Anlehnung an Hannah Arendt schreibt sie: »Wenn Juden nur den Tod von Juden in den Konflikten betrauern, bekräftigen sie damit, dass nur die Angehörigen der eigenen Religion und des eigenen Volkes der Trauer wert sind.« In der israelischen Öffentlichkeit sei allzu oft zu vernehmen, »ein einziges israelisches Leben sei mehr wert als viele palästinensische«. Solch obszöne Rechnungen lehnt die Humanistin Judith Butler strikt ab.

Nicht nur an Hannah Arendt knüpft die Autorin an. Sie bezieht sich auch auf Walter Benjamin. Sie f...

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