Vergangenheitsbewältigung auf Ungarisch

Gedenken an Völkermord und Holocaust steht unter Viktor Orbáns Regierung im Banne der »nationalen Einheit«

  • Von Zsuzsanna Horváth, Budapest
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

2014 ist in Ungarn hochoffiziell zum »Ungarischen Holocaust-Gedenkjahr« erklärt worden. Zum 70. Mal Mal jährt sich der Massenmord an den ungarischen Juden 1944.

Die Regierung unter Viktor Orbán fördert im Gedenkjahr 2014 insbesondere Projekte, die »neue Perspektiven« auf den ungarischen Holocaust präsentieren. In einem Land, dessen Verfassung schon in der Präambel verspricht, dass man »die geistige und seelische Einheit unserer in den Stürmen des vergangenen Jahrhunderts in Stücke gerissenen Nation bewahren« werde, lässt dies gar nichts Gutes ahnen. Ein veritabler Historikerstreit zum Thema Vergangenheitsbewältigung und Nazizeit, der sich in den vergangenen Monaten um eine vom Historiker Tamás Krausz und der Archivarin Éva Mária Varga herausgegebene Quellensammlung entspann, wirft bereits entsprechende Schatten voraus.

Die Dokumente, von denen die meisten aus russischen Archiven stammen, berichten über die Schreckenstaten ungarischer Besatzungstruppen, die zwischen 1941 und 1944 in der Regel der Oberhoheit der Wehrmacht und der SS unterstanden, auf dem Gebiet der Sowjetunion. Dass Ung...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, haben Sie folgende Möglichkeiten:


Haben Sie bereits ein Online- oder Kombi-Abo? Dann loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo:

Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Warum ist der Artikel so kurz?

Der Artikel ist in Wirklichkeit länger: 808 Wörter (5667 Zeichen).

Wenn Sie ein entsprechendes Abo gewählt haben, können Sie sich einloggen und den ganzen Artikel lesen. Und auch alle anderen Artikel seit 1990.

Wir stellen einen großen Teil unseres Angebots im Internet gratis zur Verfügung. Damit das finanzierbar bleibt, ist es wichtig, das viele Leute trotzdem bereit sind, für das Angebot zu bezahlen.

Alle Abo-Angebote

Foto: Zeitung, Smartphone, iPad und eine Tasse Kaffee

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.