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Für Führer und Volk

Abituraufsätze preisen das Sterben

  • Von Kurt Pätzold
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

An einer Berliner Schule ist der Pädagoge Bernhard Sauer auf die papiernen Hinterlassenschaften längst verabschiedeter Schülerjahrgänge aus der Zeit der faschistischen Diktatur gestoßen. Er wählte Abituraufsätze des Steglitzer, altsprachlich orientierten Heese-Gymnasiums für seine Publikation aus, da sie am »vollständigsten und besten« erhalten waren. Die pädagogische Anstalt in einem Wahlbezirk, in dem schon 1932 über 42 Prozent die NSDAP wählten (bei einem Berliner Durchschnitt von 28,6), dürfte überwiegend von Knaben aus begüterten Häusern besucht worden sein.

Wiedergegeben werden 16 Aufsätze, mit Bemerkungen, Kommentaren und Urteilen der Lehrer. 13 Arbeiten wurden im Vorkrieg, drei im Kriege angefertigt. Die erste aus dem Jahre 1934 ist ein Loblied auf die »Leistungen« Hitlers für das deutsche Volk im e...


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