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Mit Gary Cooper gegen die Faschisten

Filmproduzent Artur Brauner bei »Gregor Gysi trifft Zeitgenossen« am Deutschen Theater Berlin

  • Von Hans-Dieter Schütt
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

Die Forke, die in den hohen Heuhaufen sticht, um Flüchtlinge aufzustöbern, trifft nur ein Weichteil des Unterschenkels. Gerettet, der Jude. Der junge deutsche Offizier, der den jungen polnischen Juden wegen Übertretung der Ausgangssperre erschießen lassen will, lässt sich auf wundersame Weise eine ganze Nacht in Erzählungen von Jesus verstricken - und schickt den Juden heim. Wieder gerettet. Am Bug, der Demarkationslinie zwischen Russen und Deutschen, tritt ein Deutscher mit Maschinengewehr auf den Juden zu: »Hast du Geld? Wenn ich etwas finde, wirst du erschossen.« Der Jude sieht sich um. Leute vor dem Grenztor, vielleicht dreißig Männer, Frauen, Kinder. Kein Mitleid in ihren Augen. Im Schuh zehn Golddollar. Die Ausziehprozedur. Das Lachen der Umstehenden. Diese Demütigung. »Da fiel mir eine Filmszene aus einem Western mit Gary Cooper ein: Er war umstellt, hat einen der Gangster ins Wasser gestoßen, einen anderen niedergeschlagen. ...


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