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Absicherung und steuerliche Vorteile

Grundstücksübertragungen

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Immer mehr Immobilienbesitzer geben bereits zu Lebzeiten ihr Eigentum in die Hände ihrer Kinder oder anderer ihnen nahestehender Personen. Die Motive reichen von der Absicherung des Beschenkten bis zu steuerlichen Vorteilen.

Wer mit der Übertragung nicht alle Rechte an seinem Grundstück aufgeben will, sollte dies vertraglich regeln. Hierzu bietet sich an, eine Reallast ins Grundbuch einzutragen, rät die Wüstenrot Immobilien GmbH.

Die Reallast ist, im Sinne des § 1105 BGB, eine Verpflichtung, durch die ein Grundstück belastet wird. In der Praxis wird die Reallast z. B. im Zusammenhang mit der Grundstücksübertragung angewendet. In diesem Fall einigen sich der Grundstückseigentümer und der Begünstigte, der den Grundbesitz erhält, über die Höhe der Belastung. Das können Geld-, Sach- oder Pflegeleistungen sein, die vom Begünstigten an den ehemaligen Besitzer aufgrund der Übereignung des Grundstückes regelmäßig geleistet werden müssen.

Ein Beispiel für eine Grundstücksübertragung ist die Schenkung von Wohneigentum an die Nachkommen. So kann der Grundbesitz der Eltern schon zu Lebzeiten an die Kinder übergeben werden, die dann zu dessen Eigentümer werden. Durch die Eintragung der Reallast können die Eltern jedoch u. a. vereinbaren, im Alter gepflegt zu werden oder eine Versorgungsrente zu erhalten. Häufig wird die Reallast in Verbindung mit einem Wohnrecht oder Nießbrauch eingetragen, die zusätzlich noch ein Nutzungsrecht an dem Grundstück einräumen. Generell ist wichtig, Inhalt und Umfang der Reallast im Grundbuch des belasteten Grundstücks einzutragen, um diese abzusichern.

Reallast und Realzins in der Praxis

Ein Beispiel: Die Eltern wollen eine alleinerziehende Tochter versorgen und übertragen ihr ein kleines Mehrfamilienhaus. In eine Wohnung zieht die Tochter selbst ein, die anderen sind vermietet. Die Tochter wird so zur Eigentümerin und Vermieterin. Da die Eltern für ihre Altersversorgung auch zu Lebzeiten einen Nutzen haben wollen, vereinbaren sie mit der Tochter die regelmäßige Zahlung eines Realzinses und sichern diese durch die Eintragung einer Reallast im Grundbuch ab. Hätten die Eltern das Grundstück verkauft und den Erlös risikoarm als Geldanlage angelegt, wäre heute die Rendite im Vergleich zum Realzins niedriger. So haben alle etwas davon.

Rechtliche Konsequenzen einer Reallast

Der Eigentümer des belasteten Grundstücks haftet für die Erbringung der Reallast persönlich. Bei Nichteinhaltung kann er rechtlich belangt und zu einem Ausgleich verpflichtet werden. Der Berechtigte ist zudem befugt, eine Zwangsversteigerung zu erwirken, um seine Forderungen mittels der Erlöse abzudecken. Die Reallast ist damit dann abgegolten.

Individuelle Beratung

Darüber hinaus führt eine Reallast dazu, dass der Beleihungswert des entsprechenden Grundstücks niedriger ausfällt - auch bei der Ermittlung des Verkehrswertes wirkt sie sich wertmindernd aus. Zudem wird durch die Eintragung einer Reallast eine rechtliche Basis für Eigentümer und Berechtigte geschaffen. Wegen der Komplexität ist vor der Grundstücksübertragung eine individuelle Beratung durch einen Steuerberater und Notar zu empfehlen. W&W/nd

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