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Und leise sickert das Wasser

An der Hochmoselbrücke wird längst gebaut - nun muss ein neues Baugrund-Gutachten her

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Wieder einmal sorgt die Hochmoselbrücke für Streit. Nun geht es um ein neues Gutachten, dass sich mit Sickerwasser an Hängen beschäftigen soll. CDU und LINKE fragen, warum es erst jetzt entsteht.

Mainz. Die rheinland-pfälzische CDU hat den Zeitpunkt des geplanten neuen Gutachtens zur Hochmoselbrücke kritisiert und will das Thema in den Landtags-Innenausschuss bringen. Dies solle mit einem Berichtsantrag in dem Gremium geschehen, teilte der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion, Alexander Licht, am Montag in Mainz mit. Es sei nicht nachvollziehbar, warum das Gutachten zu dem umstrittenen Brückenbau nicht schon 2013 oder in der Planungsphase in Auftrag gegeben worden sei. Das SPD-geführte Verkehrsministerium wies die Kritik zurück.

Die rund 160 Meter hohe und 1,7 Kilometer lange Brücke bei Zeltingen-Rachtig (Kreis Bernkastel-Wittlich) soll 2016 fertig werden. Das Verkehrsprojekt ist die größte Brückenbaustelle Europas. In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass das Land den Auftrag für das neue hydrogeologische Gutachten im Januar an ein unabhängiges Institut vergeben will. Es soll sich mit Auswirkungen von Sickerwasser auf der steileren Eifelseite des Moseltals beschäftigen. Zuvor hatte der Direktor des Landesamtes für Geologie und Bergbau, Harald Ehses, eine solche Untersuchung gefordert.

»Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger hatte beim Bau der Hochmoselbrücke bislang stets höchste Priorität, und das wird auch in Zukunft so sein«, sagte Ministeriumssprecher Joachim Winkler am Montag auf Anfrage. Der gesamte Bauprozess sowie die Auswirkungen auf den Untergrund seien von Anfang an von den zuständigen Behörden in einem »engmaschigen Monitoring« begleitet worden. »SPD und Grüne wollen allen Ernstes weit über 300 Millionen Euro - Kritiker prognostizieren schon jetzt eine Steigerung auch über die 400-Millionen-Grenze - verbauen und wissen nicht, ob der Baugrund geeignet ist?«, sagte die Landesvorsitzende der LINKEN, Katrin Werner. Dies sei ein so unglaublicher Vorwurf, dass ein Untersuchungsausschuss für eine Prüfung der Planung geeignet sei.

Die Entscheidung für das neue Gutachten fiel innerhalb des Verkehrsministeriums nach Angaben von Winkler im Sommer 2013. Im Herbst habe es dann noch Gespräche auf Fachebene gegeben. Binnen drei Monaten soll nun das Gutachten fertig sein. Es diene der Absicherung der bisherigen Kenntnisse über den Bau der Hochmoselbrücke. Anwohner und Winzer protestieren seit Jahren dagegen. dpa/nd

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