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Generalprobe in Budapest

Sawtschenko/Szolkowy nehmen heute trotz einer Verletzung Anlauf auf den fünften EM-Titel

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Im ersten Training vor dem Start der Paarläufer am Freitag war nicht viel von der Nackenverletzung der 29-jährigen Sawtschenko zu sehen.

Alles Taktik vor Olympia oder eine unangenehme Nachwirkung des kapitalen Sturzes beim Wurfaxel? »Ich habe meine Verletzung zu Hause gelassen, bei der Landung in Budapest war alles weg«, sagte Aljona Sawtschenko scherzend nach dem ersten Morgentraining mit Robin Szolkowy am Tag vor dem Kurzprogramm bei den Europameisterschaften am Freitag. Keine Läuferin ist so tough wie die kleine gebürtige Ukrainerin, die sich seit Wochen mit Verspannungen im Rücken durch das harte Paarlauf-Training quält. »Aljona ist eine Kämpferin«, bestätigte Trainer Ingo Steuer.

Für ein erneutes Aufeinandertreffen mit den Europa- und Weltmeistern Tatjana Wolososchar und Maxim Trankow müssen die Chemnitzer fit sein, sonst ist ein Vergleich so kurz vor Olympia wertlos. »Ich wollte nach dem gewonnenen Grand-Prix-Finale eigentlich nicht so gern noch einmal gegen die Russen laufen«, sagte Szolkowy. Ernsthaft habe man einen Verzicht auf den letzten Härtetest vor Sotschi aber nicht erwogen. »Nein, dafür sind wir halt Wettkampftypen«, betonte der 34-Jährige.

Im Dezember hatten die achtmaligen deutschen Meister die großen Widersacher überraschend in Japan geschlagen. Mit Spannung wird in Eislaufkreisen nun das zweite Saisonduell der Top-Paare erwartet. Die Verletzung der 29-Jährigen soll nicht als Begründung für eine Niederlage herhalten. Eher schon die Zusammensetzung des russisch dominierten Preisgerichts. »Das wird hier schon hart, aber für uns ist das ein gutes Wettkampftraining. In Sotschi wird es eine ausgewogenere Jury geben«, meinte Steuer.

Den dreifachen Wurfaxel werden die viermaligen Weltmeister in der ungarischen Hauptstadt kaum zeigen. Den Punkte bringenden Risikosprung, den weltweit derzeit kein anderes Paar wagt, konnten die Sachsen nach dem schweren Sturz Ende November wochenlang nicht mehr trainieren. »In Sotschi soll der Axel kommen«, sagte Steuer. Der akrobatische Sprung mit einer fast dreieinhalbfachen Drehung von Aljona Sawtschenko soll bei Olympia ihr Ass im Ärmel sein.

Das Finale der Grand-Prix-Serie gewannen Sawtschenko/Szolkowy auch ohne das Element. Sie sind dann fokussierter auf die Einzelsprünge, die wegen der großen Anspannung vor dem Wurfaxel sonst schon mal daneben gehen. Im Training in Budapest kam ein Sprung wie der andere, die Zuschauer waren sogar schon am Morgen in die kleine Übungshalle geströmt und applaudierten stürmisch nach der Probe ihrer Ballettkür. »Es ist etwas ungewöhnlich, dass die EM schon begonnen hat und wir als Letzte laufen«, meinte Szolkowy. Erstmals fällt die Entscheidung in der Kür am Sonntagmittag. dpa

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