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Öffentlich-rechtliche Dividende

Gewerkschafter klagen gegen Gewinnausschüttung der Provinzial NordWest

  • Von Marcus Meier, Dortmund
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Die vier Aktionäre der kriselnden Provinzial NordWest AG zahlten sich vor einem Vierteljahr 70 Millionen Euro Gewinn aus. Gestern erhielten die Kläger dagegen vor Gericht eine Abfuhr.

Der zigmillionenschwere Beschluss fiel binnen weniger Minuten. Alle vier Aktionäre der Provinzial NordWest Holding AG waren an diesem letzten Dienstag im Mai 2013 in einem Notarzimmer zur Hauptversammlung zusammen gekommen. Zumindest formal. Sowohl der Sparkassenverband Westfalen-Lippe, der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (beide vier 40 Prozent) wie auch der Sparkassen- und Giroverband für Schleswig-Holstein (18) und der Ostdeutsche Sparkassenverband (zwei Prozent der Aktien) ließen sich allerdings durch einen Anwalt vertreten.

Durch ein und den selben Anwalt, um exakt zu sein. Und der beschloss, was mit dem Überschuss zu geschehen habe, den im Vorjahr knapp 3000 Mitarbeiter unter dem Dach des Versicherungskonzerns erwirtschaftet hatten: Der Großteil, nämlich 70,2 Millionen Euro, sollte an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Ob nach der einsamen Entscheidung Schampus und Schnittchen gereicht wurden, ist nicht überliefert.

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