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Unser Elend

Die Kabarettistin Gisela Oechelhaeuser wird am Mittwoch 70

  • Von Hans-Dieter Schütt
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Worüber noch lachen im Kabarett?! Alles vertan, alles gesagt. Goethe schreibt an Zelter, jedes Jahrhundert suche das Heilige gemein, das Schwere leicht und das Ernste lustig zu machen - »wogegen gar nichts zu sagen wäre, wenn nur nicht darüber Ernst und Spaß zu Grunde gingen«. Da liegt der Hase im Pfeffer, der wohl auch dem heutigen Kabarett mehr und mehr abhanden kommen muss - inmitten der Desillusionierungsschübe unserer modernen Verhältnisse, inmitten der Erfahrungsberaubung durch soziale Isolationstechniken. Wir lachen meist dort, wo es nicht angebracht ist; und angesichts der Katastrophe, die wir wurden, trauen wir uns nicht, deren Kern zu entdecken: den bösen Witz. »Kinder treten auf Minen, weil sie immer lachen und nicht auf den Weg gucken.« Ein Satz aus einem Kabarett-Programm der Gisela Oechelhaeuser. Bitter wie die Idee, die Würde der Obdachlosen zu erhöhen: Sie sollten im Stehen betteln, um nicht so flehend aufblicken zu ...


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