Viele Fragen, wenig Antworten

Ersatzkassen sehen die Gesundheitsfinanzierung der Bundesregierung kritisch

  • Von Ulrike Henning
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Vor allen inhaltlichen Fragen steht für Krankenkassen die Sicherheit ihrer Finanzierung. Das gilt auch für die Ersatzkassen, deren Verband gestern in Berlin die Pläne der Großen Koalition beurteilte.

Ab 2015 könnte ein neue Finanzierungsmodell für die gesetzlichen Krankenkassen umgesetzt werden - mit der Einführung eines prozentualen Zusatzbeitragssatzes. Der würde es den Versicherern ermöglichen, je nach Kassenlage selbst an der Einnahmeseite zu schrauben. Positiv für die Kassen, entsprechenden Zeitdruck machte der Vorsitzende des Verbandes der Ersatzkassen (vdek), Christian Zahn. Er wünschte sich die gesetzlichen Grundlagen bis zum Spätsommer, damit die Planung für 2015 rechtzeitig beginnen könne.

Schon für dieses Jahr sehen die Kassen höhere Ausgaben als Einnahmen voraus. Und nicht nur sie. Laut Prognose des Gesundheitsministeriums steigen die Aufwendungen für jeden Versicherten um 5,4 Prozent auf 199,6 Milliarden Euro. Es bleibt rein rechnerisch ein Defizit von 3,3 Milliarden Euro. Das könnte noch regulär aus der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds, in dem alle Beitragsgelder zusammenfließen, gedeckt werden. Allerd...


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