Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Im Namen der Opfer

Fritz Bauer und der Auschwitzprozess

  • Von Volkmar Schöneburg
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Ohne ihn hätte es weder den Eichmann-Prozess in Jerusalem noch den Auschwitz-Prozess in Frankfurt am Main gegeben. Er war es, der 1952 im Remer-Verfahren deutsche Widerstandskämpfer vor der Verunglimpfung als Verräter schützte, gegen die Täter der NS-Euthanasiemorde ermitteln ließ und gegen 68 Richter Verfahren wegen NS-Verbrechen einleitete. Letzteres auf der Grundlage einer DDR-Dokumentation. Die Rede ist von Fritz Bauer (1903 - 1968), Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie, seit 1928 Richter, der einzige in Stuttgart mit SPD-Parteibuch.

Nach Verhaftung im März 1933 sowie acht Monaten KZ-Haft auf dem Heuberg nahe Stuttgart emigrierte Bauer 1936 nach Dänemark und arbeitete im Exil mit Willy Brandt zusammen. Bauer kehrte erst 1949 nach Deutschland zurück. Das Interesse der westdeutschen Nachkriegsjustiz an einem jüdischen und sozialistischen Reemigranten war nicht besonders groß. Kein Wunder: Denn dem größten geschichtsbekannte...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.