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Zweiter Anlauf der AfD

Tom Strohschneider über den Parteitag der Alternative für Deutschland

  • Von Tom Strohschneider
  • Lesedauer: 1 Min.

Sieben Prozent bei den Europawahlen - so steht die AfD in der jüngsten Umfrage da. Man mag über deren methodische Schwächen klagen und auf die Gefahren einer demoskopiegetriebenen Demokratie hinweisen. Der AfD-Parteitag hat jedenfalls zweierlei gezeigt: Weder wird die Neugründung so schnell in internen Querelen versinken, noch wird man weiter bloß von einer »eurokritischen« Partei sprechen können.

Diese Truppe will mehr. Nicht, dass es bisher keine rechten Äußerungen aus ihr gab. Die angebliche »Alternative« versucht seit langem, nationalistische Aufwallungen, Ressentiments gegenüber Migranten und Elitendünkel zu bedienen. Zusammengehalten wurde diese Mixtur aber bislang von einem D-Mark-Patriotismus, der in der Parole des Euro-Ausstiegs gipfelte. Mal sollte Griechenland rausfliegen, mal Deutschland austreten. Das zog Protestwähler an, diente aber nicht als Fundament breiterer Organisierung.

Vom Euro-Ausstieg war in Aschaffenburg nicht mehr die Rede. Wenn die AfD nun zur Parole »Mut zu Deutschland« greift, versucht sie auch, das Image als bloße Eurokrisen-Erscheinung abzustreifen. Die Implosion der FDP hat die »Alternative« nicht wachsen lassen. Die Konzessionen der Union an die mitregierende SPD, welche das konservative Lager erzürnen, sollen nun der Nährboden für einen zweiten Anlauf der AfD werden.

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