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Eine Liebe in Berlin

Sabahattin Ali: »Die Madonna im Pelzmantel«

  • Von Sabine Neubert
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Ein kleiner, melancholischer Liebesroman, eine Berliner Romanze, eine Geschichte, nicht spektakulär, eher ein bisschen »altmodisch«. Der Erzählfluss gleicht der winterlichen, dunklen Spree, führt einmal sogar an das Kleist-Grab am Wannsee. Der Roman hat eine - für das Erstveröffentlichungsjahr 1943 - erstaunlich romantische Dimension. Sie fesselt den Leser bis zum Ende, auch wenn er bald weiß, dass das kein Happyend sein wird.

Schon lange lasen wir derartiges nicht mehr, vielleicht ähnliches zuletzt bei Sandor Marai. So nehmen wir dem türkischen Autor Sabahattin Ali (1907-1948) auch nicht übel, dass er das Grab Kleists geografisch ein bisschen verrückt hat. Seine eigenen Berliner Jahre 1928/29 lagen schon eine Weile zurück, als sie in diesem kleinen Werk ihren Niederschlag fanden.

Der Roman hat eine Art Rahmenerzählung in Gestalt einer sehr umfangreichen Einführung mit »Außensicht« (so Maike Albath) auf den Protagonisten...


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