Gerangel in Genf um kleinsten Konsens

Verhandlungen der syrischen Konfliktparteien wenig hoffnungsvoll / US-amerikanischer Nahostexperte erwartet »absolut nichts«

  • Von Karin Leukefeld
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Verhandlungspoker hinter verschlossenen Türen: Die syrischen Konfliktparteien setzten ihre Gespräche am Montag in Genf unter Vermittlung des UN-Sondergesandten Lakhdar Brahimi fort.

Nur wenige Stunden, nachdem UN-Syrienvermittler Lakhdar Brahimi in Genf am Sonntagabend die Einigung beider syrischer Parteien auf eine Waffenruhe und humanitäre Hilfe in der Stadt Homs verkündet hatte, dementierte ein Mitglied der Delegation der Nationalen Koalition am Montagmorgen die Vereinbarung.

Man habe nicht die »Wegschaffung der Zivilisten aus den belagerten Stadtteilen« gefordert, erklärte Anas Abdeh vor Journalisten am Sitz der Vereinten Nationen in Genf. Man verlange die »schrittweise Aufhebung der Belagerung« durch die syrischen Streitkräfte sowie Zugang für Hilfskonvois. Zuvor hatte Abdeh erklärt, man habe die Zusage von drei Brigaden für eine Waffenruhe. Über das Verhalten der Gruppen »Islamischer Staat in Irak und in Syrien« und Nusra-Front könne er aber nichts sagen. Die Altstadt von Homs gehört zu den ältesten Wohngebieten der Christen im Mittleren Osten. Weil sie nicht bereit waren, sich dem bewaffneten Aufst...


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