Frosthauch über dem Brüsseler Gipfel

Ganze zweieinhalb Stunden nehmen sich die Spitzen der EU und Russlands füreinander Zeit

  • Von Irina Wolkowa, Moskau
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Das 32. reguläre Gipfeltreffen der EU-Spitzen und Russlands, das am heutigen Dienstag in Brüssel stattfindet, wird mit Abstand das bisher kürzeste sein.

Das Essen am Vorabend der eigentlichen Konsultationen strichen die Gastgeber in Brüssel ganz, was die protokollbewussten Russen besonders kränkte. Und für die Verhandlungen selbst sind ganze zweieinhalb Stunden vorgesehen. Die indes können unendlich lang werden, wenn man sich nichts zu sagen hat oder es um Themen geht, von denen der jeweils andere weiß, dass er den Partner nicht einmal in Ansätzen für seine Haltung begeistern kann.

Genau das droht, wenn Kommissionschef José Manuel Barroso und Ratspräsident Herman van Rompuy am heutigen Dienstag Wladimir Putin gegenübersitzen.

Zwar nannte der außenpolitische Berater des russischen Präsidenten, Juri Uschakow, die EU unmittelbar vor dem Gipfel einen »strategischen und sehr wichtigen Partner«, der in Russland bisher immerhin Investitionen im Wert von 210 Milliarden Euro getätigt hat. Und Russland wickelt mit EU-ropa rund die Hälfte seines gesamten Außenhandelsumsatzes ab. De...


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